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Wandern im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft

Mops Herrmann auf der Scholle

Mit 786 km² ist der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft der drittgrößte Nationalpark Deutschlands, sagt die offizielle Seite des Nationalparks. Da mir der Park schon öfter empfohlen wurde und die Mecklenburgische Sonne wieder zum nach Draußen gehen einlud, habe ich mir Wanderschuhe geschnürt und mich auf den Weg gemacht. Meine beiden Männer waren natürlich mit von der Partie.

Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft
Wolkenpracht am Strand

Ausgangspunkt ist der große Parkplatz „Bernsteinweg“ in Prerow, der genau am Rand des Nationalparks liegt und an diesem sonnigen Montag im Februar beinahe auto- und menschenleer ist. Da wir keine Karte haben, nehmen wir den einfachsten Weg – immer geradeaus. Dieser erweist sich ebenfalls als fast menschenleer. Nur einmal kommt uns ein Mädchen auf einem Fahrrad entgegen.

Wo laufen sie denn?

Der Geradeaus-Weg, stellen wir bald fest, ist nicht so schön, wie so manch ein Dokumentarfilm uns im Vorfeld suggerierte. Eher schnöder DDR Pflasterweg als idyllischer Waldweg. Rechts verläuft zudem ein sehr langer Campingplatz. Hätten wir irgendwo am Anfang doch abbiegen müssen, z. B. auf diesen Sandweg? Frau weiß es nicht…

Nun denn. Nach ungefähr 2,5 Kilometern gelangen wir an eine Kreuzung mit Wegweisern, die uns eine Entscheidung abringen will. Zum Leuchtturm? Zur Aussichtsplattform? Zum Darßer Ort, der die nördlichste Landzunge von Fischland, Darß und Zingst bildet? Ich hasse Entscheidungen.

Mops Herrmann ist da unkomplizierter und zieht uns an seiner Leine Richtung Aussichtsplattform. Den Rundwanderweg Darßer Ort (ein Weg von rund 4,5 km Länge) verschieben wir somit auf später – so zumindest der Gedanke.

Aussichtsplattform im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft

Für ein paar Minuten bleiben wir auf der Aussichtsplattform. Auf einer Bank genießen wir die Sonne und den Ausblick. Ein Holzsteg führt uns dann runter auf den Strand und an die Ostsee. Glücksgefühle machen sich breit.

Eisschollen im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft

Die Ostsee bietet hier ein ganz anderes Bild, als sie es vor kurzem bei unserem Spaziergang in Markgrafenheide getan hat. Wir sehen einen dick vereisten Strand und Eisschollen, die sich gelöst haben und hier und da den vielen Möwen als Rastplatz dienen. Sehr beeindruckend!

Herrmann auf der Scholle

Mops Herrmann ist ebenfalls angetan und will ständig auf die Eisschollen springen. Sowas hat er noch nie gesehen…. Schließlich gewähren wir ihm den Wunsch.

Herrmann starrt auf Wolken im Nationalpark Vorpommerische Boddenlandschaft

Mit seinen 9 Jahren erlebt Herrmann tatsächlich wieder ein erstes Mal, er sitzt auf einer Eisscholle – dem Himmel ganz nah. Zwei Strandgänger, die vorbeikommen, betrachten die Szene und freuen sich: „Das ist ja ein Bootsmann auf der Scholle-Bild“. Ein schöner Vergleich. Zum Glück treibt Herrmann nicht davon…

Die Schwäne und Möwen interessiert das alles herzlich wenig. Sie machen einfach ihr Ding und lassen sich von der Sonne bestrahlen.

Schwäne im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft

Die Eisberge und -schollen ziehen viele Besucher an, fast jeder fotografiert das Schauspiel. Beim Blick auf die Umgebung erwartet man, dass plötzlich ein Eisbär auf das Eis springt. Oder ein Pinguin. Dieser wäre mir auch lieber, so rein größenmäßig. So viel sei verraten, weder noch passiert. Nur Herrmann hüpft nach seinem Eisschollen-Besuch vergnügt herum.


Was für ein Abenteuer.
Die Eisschollen waren so aufregend! Ich denke, ich werde ein Buch schreiben. Arbeitstitel: „Herrmann auf der Scholle“. *wuff*
Herrmann Mops

Eisberg

Auf Wiedersehen!

Mit ihren Eisgebilden hat uns die Ostsee lange festgehalten. Eine Wanderung zum Weststrand verschieben wir deshalb auf einen anderen Tag. Der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft wird uns aber auf jeden Fall wiedersehen. Dann werden wir hoffentlich auch den idyllischen Waldweg finden…

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