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Wanderung durch das größte Durchbruchstal Mecklenburgs

Holzbrücke im Durchbruchstal Warnow-Mildenitz.

In den letzten Tagen hat sich in Mecklenburg-Vorpommern vermehrt die Sonne gezeigt. Sie bringt einen Hauch von Frühling mit sich und muss natürlich ausgiebig genutzt werden.

Also, Mann und Mops in den Wagen gepackt und ab ins Grüne. An einem strahlend schönen Sonntag führt uns der Weg in den Kreis Ludwigslust-Parchim und dort in den Naturpark Sternberger Seenland. Wir entscheiden uns für eine Wanderung durch das Warnow-Mildenitz-Durchbruchstal.

Die Warnow
Die Warnow

Das Gebiet liegt nördlich des Städtchens Sternberg bei Groß Görnow. Die Hinweisschilder sind manchmal nicht so gut zu erkennen und lauten auch nicht alle auf den Namen Warnow-Mildenitz-Durchbruchstal. Das letzte, schon sehr verwitterte Hinweisschild zum Parkplatz des Naturparks trägt dann auch nur den Titel „P – Warnowtal“. Also, Augen auf.

Der Wanderweg beginnt an einem Hinweisschild, welches uns z. B. darüber informiert, dass das Durchbruchstal das größte Flussdurchbruchstal Mecklenburg-Vorpommerns ist. Außerdem steht das 80 ha große Gebiet, das wir gleich bewandern werden, seit dem Jahr 1965 unter Naturschutz.

Durchbruchstal

Aber genug gelesen, nun wird gewandert. Mops Herrmann freut sich über die zweistelligen Plusgrade (14 an der Zahl) und auch uns tut die erste leichte Wärme gut.

Ein Waldweg führt uns an der Warnow entlang. Bereits wenige hundert Meter weiter gelangen wir an eine lange Holzbrücke, die über die Warnow führt. Fügt sich die Brücke nicht sehr schön in ihre Umgebung ein?

Holzbrücke über die Warnow

An der Brücke ist eine erste Entscheidung fällig. Welchen Weg nehmen wir? Links den Berg hinauf oder rechts über die Brücke?

Eine detaillierte Wanderbeschreibung mit Hinweisen auf Flora und Fauna bietet der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern.

Wir entschließen uns, die Wanderung „verkehrt herum“ zu machen und erobern zunächst die Brücke. Sie gewährt einen wunderbaren Blick über die Warnow mit ihren kleineren Stromschnellen.

Nicht zu sehen ist der Biber, der im Naturpark mittlerweile wieder heimisch geworden ist. Mir ist klar, dass der pelzige Kerl dämmerungs- und nachtaktiv ist, aber hoffen kann ich ja… Vielleicht ist ihm heute auch einfach zu viel Trubel. Aufgrund des schönen Wetters sind einige Wanderer unterwegs und gerade an und auf der Brücke ist es voll. Nicht Warnemünde-voll, aber doch recht gut besucht.


Achtung!
Für kleine Hundepfoten ist die Brücke evtl. eine Herausforderung, weil die Pfoten durch die Bohlen rutschen können. Ich als bewanderter Wander-Mops habe sie aber gemeistert.
Herrmann Mops

Auf der anderen Seite des Flusses geht es steil den Berg hinauf und während die Warnow kurzzeitig aus dem Blickfeld verschwindet, wandern wir durch einen prächtigen Mischwald. Die Wege werden schmaler, lassen sich für Mensch und Mops aber immer noch gut begehen.

Der Wanderweg ist ausreichend beschildert, so dass auch Menschen, die sich beim Wandern gerne mal verlaufen (ähmmm….) den Weg finden können. Allerdings sind die Abzweigungen rar gesät, von daher ist die Verlaufquote eh sehr gering. Hin und wieder finden sich an den naturnahen Wegen Hinweisschilder, auf denen es Wissenswertes über das Gebiet zu erfahren gibt.

Nach ungefähr der Hälfte des gut 4 km langen Rundwanderwegs bringt uns eine Brücke wieder auf die andere Seite zurück.

Die Warnow

Der Wanderweg führt nun über eine Wiese, die wir durch ein kleines Tor betreten. Die Schafe, die der Grund für das Tor sind, weiden mit gehörigem Abstand. Mops Herrmann hätte sich hier lieber Schweine gewünscht, aber man (hund) kann eben nicht alles haben.

Kurz bleiben wir stehen, lassen die Umgebung auf uns wirken. Die Landschaft ist ein Genuss fürs Auge und die Wanderung in der Sonne einfach herrlich. Ohne Strand und Meer lässt es sich nämlich auch sehr gut Durchatmen.

Wald und Wiese

Durch ein weiteres Tor verlassen wir die Weide wieder und wandern erneut in den Wald hinein. Über Stock und Stein, bergauf und bergab geht es weiter; bisweilen entlang von imposanten Steilhängen.

Als die große Holzbrücke schon wieder in Sichtweite ist, passieren wir die Reste einer über 1000 Jahre alten slawischen Burgwallanlage. Eine Schautafel bietet hierzu weitere Informationen.

Reste einer slawischen Höhenburg

Was für eine schöne Wanderung!

Für Naturliebhaber ist die Wanderung durch das Warnow-Mildenitz-Durchbruchstal definitiv zu empfehlen. Wer nicht gerade an einem sonnigen Sonntag das Gebiet bewandern will, wird sicherlich auch auf weniger Menschen stoßen.

Wer mehr über die Geschichte des Naturparks, über seine Landschaft, Tier- und Pflanzenwelt erfahren möchte, schaut bitte auf der Seite Naturpark Sternberger Seenland vorbei. Außerdem gibt es in Warin ein Naturparkzentrum mit einer kleinen Ausstellung.


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  1. Das schöne Pfingstwetter hat uns zum wiederholten Male ins Warnow-Mildenitz-Durchbruchstal gelockt. Wir haben die Route dieses Mal etwas verändert und sind weiter in die Kunstkirche Eickelberg und zu der Fischtreppe Naturdorf Eickhof gezogen. Mecklenburg ist so schön!!

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