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Schloss Lühburg lädt zum Verweilen ein

Schloss Lühburg mit Wassergraben

Spontan mit fremden Menschen ins Gespräch zu kommen, finde ich toll. Seien es kurze oder lange Gespräche, oft verhelfen sie zu einem besseren Tag. Besonders spannend wird es, wenn ich bei meinen Erkundungen auf Menschen treffe, die z. B. Einblicke in die Geschichte eines besonderen Gebäudes geben können. So geschehen beim Gutshaus ‚Schloss Lühburg‘, welches sich am Rande der Mecklenburgischen Schweiz befindet.

Während einer Landpartie erblicken wir Schloss Lühburg. Die Dreiflügelanlage wurde um 1730 nach französischem Muster (Barock) erbaut und um 1880 modernisiert (Klassizismus). Das Schloss ist von einem Wassergraben umgeben und das Anwesen sieht insgesamt sehr idyllisch aus. Als wir auf das Schloss zugehen, ist die Brücke über den Wassergraben jedoch mit einem Schild versehen, auf dem zu lesen ist, dass es sich um Privatgelände handelt.

Schloss Lühburg mit Brücke

Während wir das Schloss aus angemessener Entfernung betrachten, kommt ein Mann auf uns zu, der sich als Herr Calsow vorstellt und als Hausherr entpuppt. Sehr sympathisch gibt er uns einen kleinen Einblick in die Geschichte des Schlosses. Seine Frau, eine geborene Gräfin von Bassewitz, ist eine Nachfahrin der Familie, die einst das Anwesen errichtete und über viele Generationen bewohnte.

Mehr über die Geschichte von Schloss Lühburg erfahrt ihr hier.

Im Jahr 2010 hat Familie Calsow das Gutshaus „Schloss Lühburg“ gekauft und vermietet seitdem Teile des Gebäudes als Ferienwohnungen. Auch Hochzeiten können auf dem Schloss gefeiert werden. Angesichts des Anwesens und seiner grünen Umgebung kann ich mir das sehr gut vorstellen. Wenn ich nicht schon verheiratet wäre….

Der Hausherr lädt uns ein, einen Spaziergang um das Schloss zu machen und uns anschließend das Gebäude aus der Nähe anzusehen. Das „Privat“-Schild dürfen wir ignorieren. Eine Einladung, die wir später gerne annehmen werden.

Schloss Lühburg

Ein kleiner Rundweg führt uns um die Schlossinsel herum und bietet immer wieder verschiedene Blicke auf Schloss Lühburg. Der Weg ist gut begehbar und da wir Glück mit dem Wetter haben, ist der Parkspaziergang eine wunderbare kleine Auszeit, die ich gerne weiterempfehle.

Übrigens: Der Park samt Wassergraben befindet sich im Besitz der Gemeinde Lühburg. Seit 2010 verhelfen ihm ehrenamtliche Helfer zu neuem bzw. altem Glanz.

Schloss Lühburg

Die Besonderheiten des Parks, auf die uns Herr Calzow im Vorfeld aufmerksam gemacht hat, fallen uns beim Schlendern immer wieder auf. Die Sichtachsen, die einen freien Blick in die Landschaft bieten; der Obstgarten, der noch mit einigen alten Obstbäumen bestückt ist; Freiflächen, auf denen vormals Eschen standen, die aber einem Eschensterben zum Opfer gefallen sind.

Zurück am Schloss erinnern wir uns an das Angebot des Hausherrn und gehen über die Brücke, um uns das Anwesen aus der Nähe anzusehen. Es fällt auf, dass alles sehr gepflegt ist. Schön zu sehen, dass es Menschen gibt, die solch historischen Gebäude erhalten.

Wunderschöne Hortensien-Büsche.

Aufgrund der Corona-Pandemie möchte ich das Haus nicht betreten. Aber einen kurzen Blick in die Eingangshalle werfen, ist zumindest drin. 🙂 Was ich dort sehe, gefällt mir sehr. Stimmige Einrichtung und Farben harmonieren mit dem tollen Steinfußboden. Eine insgesamt sehr einladende Halle.

Wir werden Schloss Lühburg sicher noch einmal besuchen. Vielleicht werden wir dort ein paar Nächte verweilen. Die Ferienwohnungen, in die die Internetseite einen Blick gewährt, sehen nämlich sehr ansprechend aus. Oder wir nehmen an einem Grillabend teil, von dem Herr Calzow ebenfalls erzählte. Diese werden in der Hauptsaison vor allem für Hausgäste, aber auch für angemeldete Gäste veranstaltet (sofern keine Pandemie herrscht….). Dann komme ich vielleicht auch in den Genuss einer Hausführung, wie sie der Hausherr bisweilen anbietet.

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