Ein Spaziergang durch Güstrow

Ein Spaziergang durch Güstrow inkl. Schlosspark, zauberhafte Hinterhöfe, tollen Türen und der Städtischen Galerie Wollhalle.

Der Spaziergang durch Güstrow beginnt am Schloss Güstrow (erbaut ab 1558), einem der bedeutendsten Renaissanceschlösser im nördlichen Europa. Architekt des eindrucksvollen Bauwerks war Franz Parr, nach dem auch der Franz-Parr-Platz benannt wurde, an dem das Schloss liegt.

Wundert ihr euch über das Erscheinungsbild des Schlosses? Das Äußere ist derzeit nur eine hübsche Verkleidung: Das Schloss wird nämlich gerade saniert. Voraussichtlich im nächsten Jahr ist die Sanierung beendet.

Der Schlosspark ist hingegen weiterhin für Besucher offen. Von der Straße „Schlossberg“ war bei meinem letzten Besuch allerdings der Zugang wegen der Bauarbeiten gesperrt. Dann müsst ihr einmal um das Schloss bzw. den Park herumgehen. Im Park hat es mir besonders der Laubengang angetan – gerade bei heißen Temperaturen schützt er vor der Sonne.


Verlässt man den Schlosspark zum „Schlossberg“ und geht die Anhöhe hinauf, landet man am Franz-Parr-Platz und der Schloßstraße.

Haus am Franz-Parr-Platz
Haus am Franz-Parr-Platz

Hier befinden sich u. a. das Stadtmuseum, die Güstrow Information und die Städtische Galerie Wollhalle. Diese wurde im 16. Jahrhundert als Pferdestall im Renaissancestil errichtet. 1823 erfolgte eine Aufstockung im klassizistischen Stil, der ehemalige Pferdestall wurde nun als Lagerplatz und Handelsort für Wolle (bis 1938) genutzt. 1999 erfolgte die Sanierung des Gebäudes.

Gegenüber der Wollhalle befindet sich das Ernst-Barlach-Theater, über das ich meine journalistische Abschlussarbeit geschrieben habe. Das Theater wurde 1828 aus Spendengeldern der Güstrower Bevölkerung erbaut. Es ist der älteste erhalten gebliebene Theaterbau in Mecklenburg.


Abseits der großen Straßen

Ich empfehle euch, einfach mal in die kleinen Gassen einzubiegen. Überall werdet ihr auf etwas Besonderes, etwas Hübsches oder Außergewöhnliches treffen. Wer sich für die Geschichte der Stadt interessiert, sollte nach den Hinweistafeln Ausschau halten, die an oder vor vielen Häusern angebracht sind. Diese bieten Wissenswertes zu den Gebäuden.

Vergesst dabei nicht die Hinterhöfe, wie z. B. diesen wunderschönen in der Hageböcker Straße. Hier findet ihr das Weinhaus im Hof und wer mag, bleibt gleich zur Weinverkostung.

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