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Märchenhafte Sternwarte in Remplin

Sternwarte Remplin

Endlich hat es der Winter auch nach Mecklenburg-Vorpommern geschafft und so konnte ich spontan gleich zwei Leidenschaften auf einmal bedienen: Einen Spaziergang im Schnee (wobei sich die Leidenschaft auf den Schnee bezieht) und ein weiteres mecklenburgisches Schloss erkunden.

Der Weg führt mich in das Dorf Remplin, das zwischen Malchin und Teterow liegt, und in dem weit mehr als ein Schloss auf mich wartet. Nun gut, viel ist von dem einst dreiflügeligen Schloss nicht mehr zu sehen. Nach einem Brand im April 1940 steht von dem einst wunderschönen herrschaftlichen Anwesen nur noch der sanierungsbedürftige Nordflügel.

Eine Sternwarte im Park

Der Rundgang beginnt an einem märchenhaft anmutenden Turm, der sich als älteste Sternwarte Mecklenburg-Vorpommerns herausstellt und seit den 1980er Jahren von einem Förderverein wiederaufgebaut und erhalten wird.

Sternwarte Remplin

Wie ihr sehen könnt, war das Wetter perfekt für einen Schnee-Spaziergang und Fotos in der Sonne. Bei eisigem Wind und bedecktem Himmel ist ein Spaziergang im Park, auch wenn es ein Schlosspark ist, natürlich nicht ganz so schön.

Die Sternwarte wird uns am Ende noch einmal begegnen, aber zunächst geht der Weg weiter an einem halbzugefrorenen Kanal weiter.

Der Wandelgang am (zugefrorenen) Wasser entzückt mich durch seine wunderschönen Lampen, von denen am Ende des Weges leider zwei von ihnen zerstört sind.

Schlosspark Remplin

Wenige Schritte weiter tummeln sich in einem mit dem Kanal verbundenen See schnatternde Enten, bei denen ich mir aber nicht ganz sicher war, ob sie sich über das Winterwetter genauso freuen wie ich. Immerhin scheint die Sonne.

Schlosspark Remplin: Risse im Eis

Und diese sorgt für hirschgeweihartige Risse im Eis.

Wo geht’s denn hier zum Schloss?

Entlang einer malerischen Parkbank…

Mauer mit Sitzgelegenheit

….gelange ich zum Torturm von Schloss Remplin. Laut einer Tafel schlossen sich in frühen Zeiten zu beiden Seiten Stallungen und Wohngebäude der Landarbeiter an. Ein paar der alten Fachwerkhäuser sind am Rande noch zu bewundern.

Durch das Tor kam man in den Hof des ehemals dreiflügeligen Schlosses. Das Schloss hat seit einigen Jahren einen neuen Besitzer und da ich es an diesem Wochenende zum ersten Mal sehe, kann ich nicht beurteilen, ob mit der Sanierung angefangen wurde. Der jetzige Zustand ist allerdings ….nun ja …. sanierungsbedürftig.

Nachdem der Himmel sich nun langsam aber stetig immer mehr bewölkt und sich die gefühlte Temperatur immer weiter der tatsächlichen angleicht, wird es Zeit, den Park zu verlassen.

Vom Nordflügel des Schlosses laufe ich eine mit altem Baumbestand versehene Allee an einem weiteren Kanal entlang; teilweise führen rustikale Brücken hinüber.

Kanal mit Brücke

Zum Ende meines Rundgangs bietet der Schlosspark noch einmal einen Blick auf die Sternwarte, die in mystisches schneeblaues Licht getaucht ist.

Sternwarte

Auch schneebedeckt ist der Schlosspark Remplin mit seinen erhaltenen Bauwerken einen Besuch wert. Ich werde ihn aber auf jeden Fall noch einmal im Frühling oder Sommer besuchen.


2 Kommentare

  1. Es war ein Graf von Hahn, der diese Sternwarte erbaute. Ein aktiver Verein sanierte und betreibt die Sternwarte. Am Tag des offenen Denkmals in jedem Fall geöffnet und zu besichtigen. Auch zum Brand 1940 gibt es eine interessant Geschichte!

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    • Was ist denn das für eine Geschichte? Auf dem Schild beim Schloss stand nur, dass es in der Nacht zum 11. April 1940 angeblich wegen eines Schornsteinbrandes abgebrannt ist.

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