Artikel
0 Kommentare

Wie kommt man auf den Schmooksberg?

Radaranlage auf dem Schmooksberg

Mit knapp 128 Metern ist der Schmooksberg die drittgrößte Erhebung im Landkreis Rostock. Das wäre vielleicht nicht sonderlich interessant, wenn der Berg nicht Standort einer Radaranlage der Deutschen Flugsicherung wäre. (Was für mich auch nicht soooo interessant ist, aber der Göttergatte interessiert sich „für alles, was mit Flugzeugen zu tun hat“.) Nun denn, auf zum Schmooksberg. (Ich mag den Namen.)

So eine Radaranlage ist schwer zu übersehen. Doch obwohl sie viele Kilometer weit sichtbar ist, ist sie tatsächlich schwer zu finden. Als der Göttergatte, der weltbeste Mops und ich versuchten, zur Anlage hinaufzugehen, landeten wir zunächst in einer Sackgasse. Na ja, immerhin war es eine Sackgasse mit Aussicht über Wiesen und Felder… und ein paar Häuser.

Später fanden wir heraus, dass wir theoretisch nur das Feld hätten überqueren müssen, um dann den weiteren Aufstieg zur Radaranlage zu nehmen. Im Prinzip standen wir beim ersten Anlauf also nicht ganz verkehrt. Allerdings finde ich es unhöflich, über bewirtschaftete Felder zu gehen. Also musste ein anderer Weg her.

Natürlich könnte man sich auf im Vorfeld erkundigen, wie man auf den Schmooksberg kommt, aber wo bleibt denn da der Spaß? Außerdem hatten wir gedacht, immer der Radaranlage nach würde genügen…

Es geht auch einfacher

Wer nicht erst wild durch die Gegend fahren/gehen will, nimmt einfach die (wenig befahrene) Straße von Plaaz nach Tolzin. So wie wir schließlich. Im Waldgebiet nach dem Pferdehof angekommen, finden wir bereits in der ersten Haltebucht Platz und entdecken genau gegenüber einen sehr verheißungsvollen Waldweg.

Waldweg zum Schmooksberg
Waldweg zum Schmooksberg

Mit Wegen ist das ja so eine Sache. Sie stellen sich bisweilen erst viel später als falsch heraus. Aber diesmal haben wir Glück und der Waldweg erweist sich als der richtige hinauf auf den Schmooksberg. Er ist nicht nur hübsch zu bewandern, sondern auch sehr ruhig. Während der gemütlichen Wanderung treffen wir keine Menschenseele und können die Natur genießen.

Während des „Aufstiegs“ – der Berg hat wie erwähnt eine Höhe von knapp 128 Meter – spekulieren wir über die tolle Aussicht, die sich uns sicherlich gleich bieten wird.

Radaranlage auf dem Schmooksberg
Radaranlage auf dem Schmooksberg

Gut, es kommt immer darauf an, was man unter einer „tollen Aussicht“ versteht. Der ein oder andere wird das sicher auch auf die Radaranlage beziehen, die dann plötzlich vor einem auftaucht und weit in den Himmel ragt. Wer jedoch auf eine tolle Weitsicht hofft, wird wohl enttäuscht. Die Radaranlage trägt daran weniger Schuld als die hohen Bäume, die zwar eine Radaranlage mühelos überblickt, aber eben kein Mensch. Da der Radarturm leider kein Aussichtsturm ist, hat es sich mit der schönen Aussicht erledigt.

Aber da ist doch auch noch die (im Internet entdeckte) Sage, dass der Schmooksberg ein mittelalterlicher Hexenverbrennungsplatz war. Erinnert das Wort „Schmook“ nicht auch an Rauch und somit Feuer? Eine gruselige Vorstellung. Ob es darauf wohl Hinweise gibt? Gegenüber der Radaranlage ist zumindest DAS zu sehen:

Was ist das?

Obwohl „es“ sehr gruselig aussieht, bin ich doch der Meinung, dass es wahrscheinlich nichts mit mittelalterlicher Hexenverbrennung zu tun hat. Aber was könnte es dann sein? Leider bleibt die Frage unbeantwortet.

Schnell den Blick abgewandt und weiter dem Weg gefolgt. Die Schranke vor dem Weg hätte durchaus schon ein Hinweis darauf sein können, dass es hier nicht weitergeht. Aber wie heißt es so schön: Probieren geht über Studieren. Der Weg erweist sich als spannend, da er kuriose Dinge wie einzelne Schuhe und Decken enthält. In Zusammenhang mit der Hexenverbrennung fallen mir da einige Geschichten ein.

Wir entscheiden uns gegen ein Schuh-Souvenir und gehen weiter. Nach einigen weiteren Metern durch den Wald….

Weg von der Radaranlage zum Acker
Weg von der Radaranlage zum Acker

…. landen wir auf dem Acker. Hier gibt es dann tatsächlich auch noch einen Weitblick.

Acker
Acker mit Ausblick

Wer sich nicht kreuz und quer durch den Wald oder über den Acker schlagen will, muss den gleichen Rückweg wie Hinweg nehmen. Da zumindest mir der Rückweg immer anders erscheint, ist das aber nicht allzu schlimm.

Insgesamt war es ein schöner Spaziergang, auch wenn der Platz an der Radaranlage nicht den erhofften Aus- und Weitblick bot.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.